Findling auf Herbstlaub mit Infotafel, im Hintergrund Mauer des Ehrenfriedhofs

Die Liberation Route in Kleve - Geschichte erleben

Die Region um Kleve war in den letzten Monaten des Zweiten Weltkriegs ein zentraler Schauplatz der alliierten Befreiung Westeuropas. Die Liberation Route macht diese Geschichte heute wieder sichtbar und verbindet historische Orte, persönliche Schicksale und internationale Perspektiven zu einem europäischen Erinnerungsweg.

Im Februar 1945 wurde Kleve im Rahmen der alliierten Operation Veritable nahezu vollständig zerstört. Kanadische, britische und amerikanische Truppen kämpften sich durch den Reichswald und über den Niederrhein vor, um den Weg nach Deutschland zu öffnen. Für die Bevölkerung bedeutete diese Zeit Leid, Zerstörung und Flucht – zugleich aber auch das Ende der nationalsozialistischen Herrschaft.

Entlang der Liberation Route in und um Kleve erinnern markante Stationen an diese Ereignisse. Informationstafeln, Hörgeschichten und digitale Angebote erzählen von militärischen Entscheidungen, vom Alltag der Zivilbevölkerung und von den Erfahrungen der Soldaten. So entsteht ein vielschichtiges Bild der Befreiung – jenseits von Zahlen und Daten.

Die Liberation Route versteht sich als europäisches Projekt des Erinnerns. Sie verbindet Kleve mit vielen weiteren Orten in den Niederlanden, Belgien, Frankreich und Deutschland und macht deutlich, dass Frieden und Freiheit keine Selbstverständlichkeit sind.

Ein besonderes Element der Liberation Route in Kleve sind die sogenannten Hörstellen. Über einen QR-Code oder per Smartphone lassen sich hier Hörgeschichten abrufen, die persönliche Erlebnisse von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, Soldaten und Zivilisten lebendig werden lassen.

Ob zu Fuß, mit dem Fahrrad oder digital: Die Liberation Route in Kleve lädt dazu ein, Geschichte bewusst zu entdecken und aus ihr für die Gegenwart zu lernen.

Bis Mitte März 2026 ist die Ausstellung „History through their eyes“ in der Neuen Mitte in Kleve zu sehen. Hier werden die persönlichen Geschichten junger Menschen dargestellt, die – in verschiedenen Ländern und auf unterschiedliche Weise – den Zweiten Weltkrieg und seine Folgen erlebt haben.

Virtuelle Ausstellung „History through their eyes“

Hörstellen Liberation Route in Kleve

Hörstelle am Ehrenfriedhof Donsbrüggen
Hörstelle  „Kleve zerstört“ an der Heideberger Mauer
Hörstelle  „Wasser als Waffe“ an der Wasserburgallee
Hörstelle  „Kunstschutzoffizier Ronald Balfour“ am Britischen Ehrenfriedhof an der Grunewaldstraße

Weitere Informationen

FAQ

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Die Liberation Route in Kleve erinnert an die Befreiung 1945. Entdecken Sie historische Orte, Hörsteine und persönliche Geschichten.

Die Liberation Route ist ein europäischer Erinnerungsweg, der den Vormarsch der Alliierten und die Befreiung Europas am Ende des Zweiten Weltkriegs nachzeichnet. Sie verbindet historische Orte in mehreren Ländern miteinander.

Die sogenannten Hörsteine sind dezent im öffentlichen Raum platzierten Steine, die  historische Orte entlang der Route markieren. Über einen QR-Code oder per Smartphone lassen sich hier Hörgeschichten abrufen, die persönliche Erlebnisse von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen, Soldaten und Zivilisten lebendig werden lassen.

Viele Stationen befinden sich im öffentlichen Raum und sind gut zugänglich. Die Barrierefreiheit kann je nach Standort variieren.