Fiona Sironic liest aus "Am Samstag gehen die Mädchen in den Wald und sprengen Sachen in die Luft"

Datum:
15.10.2026, 19.00 bis 21.00 Uhr
Ort:
Theater im Fluss
Preis:

Eintritt 12 € / ermäßigt 5 € (Schüler, Studenten)

VVK in der Buchhandlung Hintzen


Die Schriftstellerin Fiona Sironic erhielt gerade den Niederrheinischen Literaturpreis der Stadt Krefeld. Die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung wurde ihr für ihren Debütroman „Am Samstag gehen die Mädchen in den Wald und jagen Sachen in die Luft“ (Ecco-Verlag 2025) und ihre bisherige schriftstellerische Entwicklung verliehen. Das Preisgeld stiftet die Sparkasse Krefeld.
Einen Monat nach der Preisübergabe am 13. September in der Fabrik Heeder geht die Autorin für das Niederrheinischen Literaturhaus auf Lesereise in vier niederrheinischen Städte und macht auch in Kleve Station!
DAS SAGT DIE JURY
Die Jury, zu der in diesem Jahr neben Autorin Karosh Taha, Literaturwissenschaftler Dr. Henning Heske, Literaturjournalistin Angela Gutzeit auch Sigrun Hintzen berufen wurde, würdigt in ihrem Urteil „die eigenständige Stimme der Autorin, der es auf beeindruckende Weise gelingt, hochaktuelle Themen wie Klimawandel, Artensterben, Queerness und Digitalität miteinander zu verknüpfen und in einer Dystopie literarisch ansprechend darzustellen. Sironic entwirft ein Zukunftsszenario, das nur wenige Jahre von unserer Gegenwart entfernt ist und gerade dadurch eine besondere Dringlichkeit entfaltet. Der Text blickt mit einer geschickten Beiläufigkeit in psychologische, gesellschaftliche und politische Abgründe. Der Roman, der als Ich-Erzählung aus der Perspektive der 15-jährigen Era angelegt ist, verzichtet auf moralische Eindeutigkeit und entwirft stattdessen ein Spannungsfeld aus Wut, Angst, Liebe und Fürsorge, das Leserinnen und Leser dazu zwingt, sich mit den Zumutungen einer fragmentierten, überhitzten Gegenwart auseinanderzusetzen. Gerade in dieser Offenheit liegt seine literarische Stärke.“
ÜBER DAS BUCH
Eine erste Liebe zwischen Festhalten und Vernichten, Aussterben und Weiterleben:
„Es brennt. In den Wäldern und auf den Screens. Die 15-jährige Era lebt mit ihrer Mutter am Waldrand und versucht dem schleichenden Prozess der Zerstörung etwas entgegenzusetzen, indem sie das Aussterben der Vögel dokumentiert. In einem Stream beobachtet sie ihre Mitschülerin Maja und deren Schwester Merle, die auf der benachbarten Lichtung Festplatten in die Luft jagen. Maja ist die Tochter zweier Momfluencerinnen, die versucht, die Erinnerungen an eine öffentliche Kindheit auszulöschen. Während Era Notizbücher führt, Zeichnungen anfertigt und all das Wissen, auf das sie Zugriff hat, zu ordnen versucht, bildet Maja eine zerstörerische Gegenkraft. Dennoch sind Era und Maja verbunden in ihrer Suche nach Intimität und analogen Reizen. Während die Turteltaube ausstirbt, verlieben die beiden sich ineinander. Aber nicht nur die Vögel sind bedroht: Als ein großflächiger Brand den Wald zerstört, verlieren auch die Mädchen einen bedeutenden Teil ihres Lebensraums.“
(Quelle: Harper Collins)
»Eine wilde, witzige, weise Expedition in unsere Zukunft.« Julia von Lucadou, Autorin von Die Hochhausspringerin
»Ein dichtes und vielschichtiges Debüt, dessen rund 200 Seiten in Nullkommanichts weg gelesen sind, aber umso länger nachhallen und zum Nachdenken anregen.« Alexandra Friedrich, NDR
»Unruhig, einfallsreich, konfliktfreudig und komisch hält uns dieses Buch durch seine Geistesgegenwart bis zur letzten Seite in Atem.« Jury des Deutschen Buchpreises 2025
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ÜBER DIE AUTORIN
Fiona Sironic wurde 1995 in Neuss geboren, studierte Sprachkunst, Kreatives Schreiben und Gender Studies in Hildesheim und Wien. Sie war Stipendiatin des Klagenfurter Literaturkurses und Gewinnerin des Open Mike-Wettbewerbs in Berlin und veröffentlichte Prosa in Zeitschriften und Anthologien sowie journalistische Artikel über digitale Spiele. Neben ihrer schriftstellerischen Praxis gibt Sironic seit 2019 Workshops zum Kreativen Schreiben. Ihr Debütroman „Am Samstag gehen die Mädchen in den Wald und jagen Sachen in die Luft“ wurde 2025 für die Shortlist des Deutschen Buchpreises nominiert. In diesem Jahr wurde sie als eine von 14 deutschsprachigen Autorinnen und Autoren zum renommierten Wettbewerb um den Ingeborg-Bachmann-Preis im Rahmen der 50. Tage der deutschsprachigen Literatur eingeladen.
Der Niederrheinische Literaturpreis der Stadt Krefeld wird im Zwei-Jahres-Rhythmus vergeben. Vorherige Preisträger sind unter anderem Christoph Peters, Elke Schmitter, Ulla Lenze und Burkhard Spinnen.

Ort

Theater im Fluss

Kategorie
Lesungen & Hörspiel
Veranstalter

Buchhandlung Hintzen in Zusammenarbeit mit Theater im Fluss e.V.

E-Mail info@hintzen-buch.de
Homepage https://www.hintzen-buch.de/